| Selbstbestimmung und Fürsorge am Lebensende |
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| Geschrieben von Steffen Brosig | |
| Sonntag, 10. Mai 2009 | |
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Haben Sie schon einmal mit Ihren Angehörigen über den Tod gesprochen? Nach den Erfahrungen von Ulrich Domdey, Vorstandvorsitzender der Stiftung Hospizarbeit Niedersachsen und Hospizbeauftragter im Bistum Hildesheim müssten 85% der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland diese Frage mit Nein beantworten. U.Domday Ulrich Domdey sprach auf unserer Veranstaltung am 09.05.2009 über seine persönlichen Erfahrungen aus 20 Jahren Begleitung Sterbender und Trauernder. Das wichtigste beim Umgang mit todkranken Menschen ist, ihre ausgesprochenen und unausgesprochenen Botschaften zu verstehen. Nach den Erfahrungen von Herrn Domdey und den Erkenntnissen der modernen Psychologie geht es dabei in der Hauptsache um 4 Wünsche.
Es war Ulrich Domdey ein besonderes Anliegen darauf hinzuweisen, das Patienten, die unter Berücksichtigung der o.g. Punkte betreut wurden, am Ende nicht mehr nach aktiver Sterbehilfe fragten. (Was einige bei ihrer Einlieferung durchaus getan hatten.) Im Zweiten Teil seines Vortrages ging er auf die Frage ein, wie die Selbstbestimmung gewährleistet werden kann im Falle von Demenz, geistiger Behinderung oder Medikamenteneinfluss. Denn wichtigster Punkt bei der Selbstbestimmung ist die aktive Willensbildung. Ist dies nicht mehr möglich, stehen Arzt und Angehörige vor dem Problem, den vermutlichen Willen des Betroffenen zu ermittleln. Zum Glück ist in diese Frage auch in Deutschland Bewegung gekommen. Vorsorgevollmacht, Betreuungsvollmacht und Patientenverfügung sind die juristischen Hilfsmittel in einer solchen Situation. Aber gerade die Patientenverfügung erfordert, das sich jeder mit dem Thema mindestens einmal ausführlich auseinandersetzt und eine Entscheidung trifft. Auch dabei helfen die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Stiftung Hospizarbeit. Und es war nicht verwunderlich, das gerade zu diesem Thema die meisten Fragen gestellt wurden. Was die politische Seite angeht, so ist auch bei diesem Thema die Frage nach den Kosten nicht weit. In einer Kernaussage sind sich dabei Stiftung Hospizarbeit und Bundesärztekammer einig: "Sterben ist nicht normierbar." Convivio mundi dankt an dieser Stelle noch einmal Ulrich Domdey für seinen Vortrag und wünscht ihm und den vielen Helfern der Hospiz Stiftung Niedersachsen viel Erfolg in ihrer Arbeit. |
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| Letzte Aktualisierung ( Freitag, 10. Juli 2009 ) |
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